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Küchenutensilien, die sich bei uns bewährt haben

Keine Trendprodukte und keine Geräte, die nur Platz wegnehmen: Diese sieben Küchenhelfer nutzen wir seit Jahren und würden sie jederzeit wieder kaufen.

9. August 2026
9 Min. Lesezeit
Mara kocht in ihrer Küche und schneidet Pilze auf einem Stirnholzbrett

In den letzten Jahren sind viele Dinge durch unsere Küche gewandert. Manche waren nach wenigen Wochen wieder vergessen. Andere benutze ich fast täglich, ohne groß darüber nachzudenken.

Wenn ich meine Küche heute noch einmal von Grund auf einrichten müsste, würden genau diese Dinge wieder in meinem Einkaufskorb landen.

Es sind weder Weltneuheiten noch Trendprodukte und auch keine ausgefallenen Küchengeräte, die nur Platz wegnehmen. Sondern Küchenhelfer, die unseren Alltag wirklich einfacher machen.

Bewährte Küchenutensilien mit Messer, Stirnholzbrett, Gusseisentopf, Kompostkübel und Gewürzmühlen

1. Ein scharfes Messer

Vor vielen, vielen Jahren, als mein Mann noch mein Freund war, nahm er sich vor, ein wirklich gutes Küchenmesser zu besitzen. Da er damals seine DIY-Sushi-Phase hatte, musste es natürlich ein japanisches Messer werden. Nach unzähligen Stunden Recherche und einigem Trial and Error sind wir bei einem Damast-Santokumesser gelandet. Für uns ist es bis heute die ideale Wahl.

Es ist innerhalb kürzester Zeit zu meinem Messer-Allrounder geworden. Ich schneide damit eigentlich alles: Gemüse, Fleisch und ja, selbst den Apfel für meine Tochter schneide ich damit in Schnitze.

Dass dieses Messer seit über zehn Jahren fast täglich im Einsatz ist, sagt vermutlich mehr über seine Qualität als jede Produktbeschreibung.

Immer mal wieder wird das Messer geschliffen. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, bringt es am besten zu einem Profi. Alle paar Monate öle ich den Griff mit Leinöl und selbstverständlich wird es ausschließlich von Hand abgewaschen. So gehe ich sicher, dass es mindestens die nächsten zehn Jahre ein treuer Begleiter bleibt.

2. Ein Stirnholzbrett

Wenn ich daran denke, was ich früher für Schneidbretter hatte, schäme ich mich heute fast ein wenig dafür. Ich dachte lange, dass ich mindestens drei verschiedene Plastikbretter brauche. Im Idealfall sollten sie unterschiedliche Farben haben, damit ich genau weiß, worauf ich was schneiden kann.

Das funktioniert genau so lange, bis mein Mann in die Küche kommt. Er schnappt sich das erstbeste Brett und schneidet, was auch immer er gerade in der Hand hält. Die Kreuzkontaminierung ist dabei noch lange nicht das Schlimmste. Wenn ich mir überlege, wie viel Plastikabrieb durch diese Bretter in unser Essen gekommen ist, wird mir flau im Magen. Die günstigen Bambusbretter, die nach dreimaligem Gebrauch durchgebrochen sind, waren ebenfalls keine große Freude.

Zu meinem 33. Geburtstag habe ich mir dann ein qualitativ hochwertiges Stirnholzbrett gewünscht. Zu meiner allergrößten Freude ist es ein wunderschönes Unikat geworden, handgemacht von meinem Schwiegervater.

Ich liebe dieses Brett. Es steht bei uns immer auf der Arbeitsfläche und ist bereit, seine Dienste zu tun. Nach drei Jahren Nutzung sieht es noch aus wie am ersten Tag. Keine Kratzer, keine Macken, keine seltsamen Gerüche. Dennoch plane ich meine Essenszubereitung so, dass ich Fleisch zuletzt darauf schneide und es danach abwasche. Das ist kein Problem, wenn es anschließend gut trocknen kann. Wenn ich den Geruch von Zwiebeln oder Knoblauch aktiv bekämpfen will, nehme ich Salz und eine halbe Zitrone, um das Brett vor dem Waschen einzureiben.

Ich kann dir also kein konkretes Brett empfehlen. Worauf ich beim Kauf allerdings achten würde:

  • Lieber ein großes Brett mit etwa 40 × 30 cm als zwei kleine.
  • Gummierte Füße sorgen für einen sicheren Stand.
  • Ob mit oder ohne Saftrille, ist Geschmackssache. Mein Brett hat keine und ich vermisse sie auch nicht. Im Gegenteil: Ein planes Brett macht die Reinigung einfacher.

3. Ein Kompostkübel

Wer regelmäßig frisch kocht, weiß, dass dabei allerhand Biomüll anfällt. Von meiner Mama habe ich gelernt, dass eine Schüssel und ein Eimer auf dem Balkon absolut ausreichend sind, um dem Küchenabfall Herr zu werden. Als ich begonnen habe, meinen eigenen Haushalt zu führen, habe ich allerdings schnell gemerkt, dass ich nicht mehrmals täglich den Müll leeren möchte, um das Problem mit den Fruchtfliegen in den Griff zu bekommen.

Also habe ich mir einen Kompostkübel für die Küche angeschafft: klein, auslaufsicher und geruchshemmend. Besonders ansehnlich ist er zwar nicht, dafür zumindest unauffällig.

Gelandet bin ich bei diesem Modell von Joseph Joseph. Mit seinen vier Litern Fassungsvermögen hat es eine sehr gute Größe für unseren damals zweiköpfigen und mittlerweile vierköpfigen Haushalt. Damals musste ich ihn ein- bis zweimal pro Woche leeren, heute eher alle ein bis zwei Tage. In beiden Fällen hat dazwischen nie etwas unangenehm gerochen oder im Eimer zu schwitzen angefangen.

Die mitgelieferten Beutel sind toll. Sobald diese aufgebraucht waren, bin ich allerdings auf eine günstigere Variante umgestiegen. Auch Fünf-Liter-Säcke passen gut hinein.

4. Kochgeschirr aus Edelstahl

Nachdem ich meine dritte Teflonpfanne aufgrund der sich lösenden Beschichtung entsorgt hatte, war für mich klar: Ich muss etwas ändern.

Also bin ich auf Edelstahl umgestiegen. Wir haben vor den Kindern die Pfanne mit 24 cm Durchmesser gekauft. Heute würde ich eher die Variante mit 28 cm wählen. Mittlerweile brutzeln wir darin fast alles: das Spiegelei am Morgen, Pfannengemüse, Lachssteak und so gut wie alles dazwischen.

Heute denke ich beim Kochen überhaupt nicht mehr darüber nach, wie man so eine Pfanne „richtig“ verwendet. Ich heize sie vor, drehe die Temperatur herunter, gebe Butterschmalz dazu und koche ganz normal. Die kurze Eingewöhnung hat sich mehr als gelohnt.

Neben meiner Edelstahlpfanne habe ich noch eine einzige keramikbeschichtete Pfanne im Einsatz, die aber eigentlich nur aufgrund ihrer Größe von 28 cm bei manchen Gerichten bevorzugt wird.

Mein Topfset habe ich mir 2014 für meine erste eigene Wohnung gegönnt. Auch wenn ich die Pfannen daraus nicht benutzen würde, würde ich das zehnteilige Set dennoch wieder kaufen. Allein der Dampfaufsatz ist es wert.

5. Ein Gusseisentopf

Wer selbst Brot backt, gönnt sich früher oder später einen Gusseisentopf. So hat es auch bei mir angefangen. Später habe ich erkannt, wie sensationell Schmorgerichte darin gelingen.

Aktuell habe ich zwei zu Hause im Einsatz. Wenn ich mich für einen der beiden entscheiden müsste, wäre es der emaillierte Gusseisentopf. Zum einen ist das Fassungsvermögen größer. Am Limit ist er mit ungefähr drei Kilo Schopfbraten. Zum anderen sind Reinigung und Pflege einfacher.

Meinen habe ich in Cremeweiß gekauft. Meinen Töchtern würde ich ihn wahrscheinlich in Orange oder Ziegelrot zum Auszug schenken.

6. Aufbewahrung

Als mein Mann und ich noch außer Haus gearbeitet haben, nahmen wir öfter das Mittagessen mit ins Büro. Damals habe ich uns diese Glasschüsseln mit Deckel bestellt. Sie haben eine gute Größe für zwei bis drei Portionen.

Heute nutze ich sie für das Ingredient Prep oder wenn einmal Reste übrig bleiben. Sie lassen sich gut stapeln und halten Flüssigkeit und Gerüche zuverlässig dicht.

7. Gewürzmühlen für den Tisch

Viel zu oft saß ich schon am Küchentisch mit einer dampfenden Portion Essen vor mir, um direkt nach dem ersten Bissen noch einmal aufzustehen, in die Küche zu laufen und Salz oder Pfeffer zu holen.

Vor ein paar Jahren habe ich dann in unserem Lieblingssteakhaus zwei schlichte, kleine Gewürzmühlen auf dem Tisch stehen sehen und war sofort begeistert. Seitdem haben die beiden einen festen Platz bei uns am Esstisch.

Was sind deine Küchenlieblinge?

Die meisten dieser Dinge begleiten uns schon seit vielen Jahren. Sie haben unzählige Familienessen, Geburtstagskuchen, Brote und Sonntagsfrühstücke erlebt. Sie sind Teil einer Küche, in der gekocht, gebacken, ausprobiert und gemeinsam gegessen wird. Eine Küche, die benutzt werden darf und funktionieren soll.

Genau deshalb empfehle ich sie. Nicht, weil sie neu oder besonders modern sind. Sondern weil sie sich im Alltag bewährt haben.

Was davon fehlt noch in deiner Küche? Beziehungsweise womit muss ich meine Ausstattung deiner Meinung nach unbedingt ergänzen?